Kooperation von Kita und Sportverein langfristig gesichert
Das Kinderhaus Technido, eine Einrichtung des Kind und Beruf e.V., bietet seinen Schützlingen in Kooperation mit dem Karlsruher Sport- und SchwimmClub (SSC) sowie mit dem Fächerbad ein außergewöhnliches Bewegungsprogramm.
(openPR) - Ausreichende Bewegung ist für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Kindern unerlässlich. Die Kooperation mit dem Sport- und SchwimmClub e.V. (SSC) machen das Karlsruher Kinderhaus Technido und jetzt auch die neue Ganztagsgrundschule „Lernwerkstatt Technido“ zu besonders bewegungsfreundlichen Einrichtungen. Doch: Wer finanziert das Angebot nach Ablauf einer Projektförderung? – Die Partner fanden nun eine Lösung, die auch langfristig trägt.
Karlsruhe (eos) – Sie rennen und springen, hüpfen und toben: Kinder bewegen sich gerne und viel. Doch nicht alle haben ausreichend Gelegenheit dazu. Zunehmender Straßenverkehr prägt die Städte und drängt Kinder in begrenzte „Reservate“ ab, wachsender Medienkonsum macht sie immer häufiger zu „Stillsitzern“. Die negativen Folgen zeigen sich nicht erst im Erwachsenenalter. Bewegung ist wichtig für die körperliche Fitness, macht widerstandsfähig gegen Krankheitserreger und beugt Haltungsschäden vor. Und außerdem – das belegten Studien – sind Kinder, die sich ausreichend bewegen, kreativer und leistungsfähiger. Das Kinderhaus Technido im Technologiepark Karlsruhe, eine Einrichtung des freien Trägers „Kind und Beruf e.V.“, kooperiert daher mit dem nahe gelegenen Sport- und SchwimmClub (SSC) sowie mit dem Fächerbad, um ein professionelles Sportangebot sicherzustellen. „Als wir 2003 starteten, gingen unsere Übungsleiter, ausgebildete Sport- und Gymnastiklehrer, ins Kinderhaus“, erinnert sich Stefan Ratzel, Leiter des Vereinsmanagements beim SSC. „Inzwischen sind die Kinder größer. Sie laufen oder fahren jetzt einmal in der Woche die 800 Meter durchs Grüne und nutzen unsere Möglichkeiten hier.“ Ebenfalls wöchentlich macht sich eine Gruppe von zwölf Kinder und zwei Erzieherinnen auf ins Fächerbad. Dort lernen die Kinder sich im Wasser zu bewegen und eventuelle Ängste abzubauen – eine wichtige Voraussetzung fürs Schwimmen lernen.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Kinderhaus und Sportverein erhielt zunächst finanzielle Unterstützung im Rahmen der Aktion „Bewegungsfreundliche Kita“. „Das Projekt wurde sogar noch einmal verlängert aber lief dann schließlich nach zwei Jahren, im Oktober 2005, aus“, sagt Tina Weil, pädagogische Leiterin der Einrichtung. „Anschließend trug der SSC die Ausgaben alleine. Das war natürlich keine Dauerlösung.“ Doch jetzt steht ein gutes Konzept, das die Kooperation auf eine langfristig Basis stellt und mit dem die Beteiligten, Eltern, Kinderhaus und Sportverein, zufrieden sind. Es sieht vor, dass alle Kinder – für einen reduzierten Jahresbeitrag von 50,00 Euro – Mitglied im SSC werden. Das gilt ab vier Jahren. Für die ganz Kleinen gibt es eine passive, beitragsfreie Mitgliedschaft. „Künftig ist klar: der Besuch des Technido und die Mitgliedschaft im SSC gehören zusammen“, erklärt Weil. „Unsere Kinder hier lernen so von klein auf, dass es zum Alltag gehört, in einen Verein zu gehen und Sport zu treiben. Das behalten sie dann – hoffentlich – ihr Leben lang bei.“
Die von den Eltern gezahlten Vereinsbeiträge decken die Kosten jedoch noch nicht. Trotzdem kann sich der Verein eine langfristige Zusammenarbeit auf Basis des erarbeiteten Konzeptes vorstellen. Für das Schuljahr 2006/2007 kommt Entlastung von der Stadt: „Karlsruhe stellt erneut insgesamt 80.000 Euro zur Förderung von Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen zur Verfügung. Von diesem Betrag soll auch etwas in unsere Kasse fließen“, freut sich Ratzel. Denn hinter dem Namen Technido verbirgt sich nicht nur die Kindertagesstätte, sondern inzwischen auch eine Grundschule.
Im September eröffnete der „Kind und Beruf e.V.“, ein Zusammenschluss von Unternehmen, die „Lernwerkstatt Technido“, die im selben Gebäude untergebracht ist wie das Kinderhaus. Auch für die Schule deckt der SSC weite Teile des Sportunterrichts ab. Einmal pro Woche, ab Januar sogar zweimal gehen die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin in den Verein. „Wir richten den Unterricht am anerkannten Konzept der Kindersportschule (KISS) aus“, erklärt Ratzel. „Zunächst geht es um die Grundlagen der Bewegung, die die Kinder in einem turnerischen und einem spielerischen Part erfahren. Später kommen dann die unterschiedlichen Sportarten dazu, die wir ganz gezielt vorstellen. So können die Kinder 'ihren' Sport finden, den sie dann auch unabhängig vom Unterricht betreiben.“ Denn da die Kinder vollwertige Vereinsmitglieder sind, können sie, wenn sie etwas größer sind, von der Schule aus auch andere Sportangebote des Vereins nutzen. „Wer Fußball spielen möchte, kann dann nachmittags von hier aus in seinen Verein 'kicken' gehen“, so Weil.
Mehr Informationen über den Trägerverein „Kind und Beruf e.V.“ sowie den Sport- und SchwimmClub Karlsruhe gibt es im Internet unter: www.kind-und-beruf-ev.de und www.ssc-karlsruhe.de.
Karlsruhe, 16. Januar 2007
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Über den Kind und Beruf e.V.:
Der Verein Kind und Beruf e.V., dem Unternehmen angehören, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Er ist Träger von derzeit drei betriebsnahen bzw. betrieblichen Kindertagesstätten in Baden-Württemberg und Bayern. Die Geschäftsführung des Vereins sowie die Leitung der Kitas hat die Konzept-e für Bildung und Soziales GmbH in Gerlingen bei Stuttgart inne. Kind und Beruf e.V. ist Mitglied im Dachverband KIND e.V., der den interdisziplinären Kinderbetreuungs- und Bildungskongress "Invest in Future" veranstaltet.
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