Sehr erfolgreiches Blasmusikkonzert in Kiedrich
(openPR) - Die Walluftaler haben zum 5. Mal zu einem böhmischen Nachmittag ins Kiedricher Bürgerhaus eingeladen und viele Blasmusikfreunde sind dieser am 19. März 2006 Einladung gerne gefolgt. Das große Blasmusikkonzert des Walluftaler Blasorchesters war schon Tage vor der Veranstaltung restlos ausverkauft. Das, was von den Musikern 1998 ursprünglich nur als einmalige Veranstaltung geplant war – ein Konzert nur auf Böhmische Blasmusik auszurichten - hat sich inzwischen zu einer festen Institution im Terminkalender der Blasmusikfreunde aus dem Rheingau entwickelt. So konnten die Walluftaler unter den gut 450 Gästen auch zahlreiche Musiker aus mehr als 10 benachbarten Blasorchestern begrüßen. Auch der Kiedricher Bürgermeister Winfried Steinmacher sowie sein Wallufer Kollege Manfred Kohl ließen sich die Veranstaltung ebenso wenig entgehen wie die Wallufer Weinkönigin Sarah-Lena, die seit zwei Jahre Ehrenmitglied der Walluftaler ist. Gab es doch neben dem 5. Blasmusikkonzert in Kiedrich noch ein weiteres Jubiläum zu feiern: 85 Jahre Walluftaler Blasorchester. Daher hatten die Musiker für den Nachmittag das Motto „Jubiläumsgrüße“ gewählt. Dass das Orchester trotz seines hohen Alters sehr vital ist, sollten die nächsten rund zweieinhalb Stunden zeigen.
Der musikalische Leiter der Walluftaler, Gerhard Schultheis hatte für das große Blasmusikkonzert wieder ein abwechslungsreiches Programm aus traditionellen und neueren Musiktiteln zusammengestellt. Den Schwerpunkt bildeten dabei Stücke aus dem Repertoire von Michael Klostermann und Ernst Mosch. Der Musik der Walluftaler merkt man deutlich an, dass Gerhard Schultheis lange Jahre in beiden Orchestern als 1. Flügelhornist mitgewirkt hat. Gerhard Schultheis legt nicht nur großen Wert auf die „richtigen Noten“ sondern auch auf die stilistisch richtige Interpretation der Blasmusik. Dies sollte sich bereits im ersten Stück des Konzertes dem „Castaldo-Marsch“ - einem Titel aus dem Repertoire von Ernst Mosch - zeigen. Mit diesem schwungvollen Marsch gelang des den Musikern bereits die zahlreichen Gäste zu begeistern.
Nach der offiziellen Begrüßung durch Conferencier Norbert Thomas wurde den Blasmusikfreunden in der Folge zahlreiche böhmische Leckerbissen präsentiert.
Den Anfang machten die Walluftaler mit zwei Titeln zwischen denen fast 40 Jahre Blasmusikgeschichte liegen und die primär der „tierische Titel“ verbindet. Mit der „Fuchsgraben Polka“ präsentierten die Musiker einen der ersten Erfolge von Ernst Mosch aus den 50er Jahren. Die darauf folgende „Schwarzwälder Kuckucks-Polka“ stammt hingegen aus den 90er Jahren und wurde von erfolgreichsten Blasmusikkomponisten der letzten zwei Jahrzehnte, Franz Watz geschrieben.
Das Gesangsduo „Claudia und Scipper“ setzten den musikalischen Reigen mit drei Titeln fort. Zunächst brachten sie dem Orchester mit der Polka „Heut gratulieren wir“ musikalisch ein Geburtstagsständchen dar. Den Text hierzu hat die Sängerin Claudia Klein in einer „schlaflosen Nacht“ selber verfasst. Wie gut die beiden Sänger harmonieren zeigte sich auch im folgenden Walzer „Wenn zwei Herzen fragen“ einem Titel, den die Original Egerländern bekannt gemacht haben. Der dritte Gesangstitel „Träume sind ein bisschen wie Himmel“ hat zudem eine besondere Geschichte. Dies war das erste Gesangsstück, das Claudia und Scipper vor 10 Jahren zusammen gesungen haben. Nachdem die Walluftaler nach langem Suchen die Noten bekommen haben wurde der Titel an diesem Nachmittag vom Orchester zum ersten Mal Claudia und Scipper aufgeführt.
Ein besonderer Höhepunkt des ersten Programmteils war der Titel „Musikantenherzen“, eine anspruchsvolle Polka für ein Solo-Flügelhorn und – Tenorhorn. Der schwierige Solo-Part dieser Bravournummer aus der Feder von Franz Watz wurde von den beiden Solisten Achim Bach (Flügelhorn) und Christoph Gietz (Tenorhorn) hervorragend gemeistert.
Darauf folgten mit „Daheim in Böhmen“, dem Walzer „Karlbader Promenade“ sowie der Polka „zwei Tränen“ drei Instrumentaltitel, bei denen das Orchester seine ganze Klangfülle und ausgereifte Stilistik zeigen konnte. Besonders gut aufgenommen wurde hierbei „Daheim in Böhmen“ ein neuer Titel von Freekk Mestrini, der nach einem sehr getragen Anfang in ein umso schwungvolleres Polkatempo übergeht.
Das nächste Highlight des Konzertes war der Titel „Tubistenstolz“. Wie Moderator Norbert Thomas hervorhob, präsentierten die Walluftaler mit diesem Solo-Stück den ganzen „Stolz“ des Orchesters: zwei junge Tubisten. Der 17 jährige Patrick Bär sowie der erst 14 jährige Wolfgang Müller bewiesen mit der anspruchsvollen Solo-Polka von Harald Bernt, dass sie das größte Instrument im Blasorchester sicher
beherrschen. Eine nette Anekdote am Rande ist, dass der Senior des Orchesters ebenfalls Tuba spielt und knapp 60 Jahre älter ist als seine Mitspieler. Der Beweis, dass Musik Generationen verbindet, wurde vom Publikum mit starkem Beifall bedacht.
Von den darauf folgenden drei Gesangstitel, war der Titel „Beim Schützenfest“ wieder mit einer kleinen Geschichte verbunden – beide Sänger sind auch begeisterte Hobbyschützen und Mitglied im Lorcher Schützenverein. Ein Schütze – nämlich - Dieter Hellerbach alias Scipper präsentierte sich auch als Solosänger. Mit dem langsamen, leicht melancholischen Walzer „Die Jahre vergehen“ konnte er sein ganzes stimmliches Vermögen zeigen. Hervorragend zum Motto des Konzerts passte auch die darauf folgende Bravourpolka „Jubiläumsgrüße“
Beschwingt und mit dem bekannten bayerisch-böhmischen „Erzherzog Albrecht-Marsch“ ging es sodann in die Pause.
Den zweiten Konzertteil eröffneten die Walluftaler mit der wohl erfolgreichsten Marsch-Komposition der letzten Jahrzehnte dem Marsch „Gruß an Böhmen“. Derart in Stimmung gebracht konnten die Gäste dem nächsten Titel von Antonin Borovicka „Die Kapelle hat gewonnen“ nur zustimmen. Insbesondere als die Walluftaler mit der original tschechischen Perovanka-Polka eine weitere unter Blasmusikfreunden sehr bekannte Melodie anstimmten.
Musikalischer Höhepunkt nach der Pause war zweifelsohne „Die Lerche“, ursprünglich eine Solo für eine Es-Klarinette. Die Walluftaler spielten jedoch ein neues Arrangement für zwei Klarinetten, das nicht nur hohe Ansprüche an die Solisten sondern auch das gesamte Orchester stellte. Die für ihr Klarinettenspiel im Rheingau bekannten Brüder Ralf und Michael Schmidt meisterten das technisch und musikalisch anspruchsvolle Stück mit Bravour. Ihre musikalisch anspruchsvolle Interpretation wurde mit „Bravorufen“ und stürmischen Beifall belohnt.
Danach gelang es „Claudia und Scipper“ dank ihrer mitreißenden Art mit drei bekannten Gesangstiteln wie den „Kinderaugen“ von Ernst Mosch“, dem langsamen Walzer „Warum bist Du gekommen (besser bekannt als „Bajazzo“) sowie dem Erfolgstitel von Hubert Wolf „Im kleinen Dörfchen“, die Stimmung auf hohem Niveau zu halten. Eine weitere Steigerung gelang schließlich dem letzten Solisten des Abends: Christian Diederich, Stammschlagzeuger bei Michael Klostermann als auch den Walluftalern, präsentierte mit der „Löffelmeister-Polka“ ein neues Solostück für einen Löffelspieler. Die Besonderheit dieses Titel ist, dass der „Löffelmeister“ auch gleichzeitig gesanglich vorgestellt wird. So das letztlich mit Claudia und Scipper zwei weitere Solisten auf der Bühne standen.
Den Abschluss des offiziellen Programms bildete ein Medley der schönsten Melodien von Ernst Mosch. Mit Titeln wie „Eine stille Stunde“, „Der Dompfaff“ oder „Wir sind mit Kinder von der Eger“ erinnerten die Walluftaler daran, dass auch „Die Original Egerländer“ mit 50 Jahren aktuell ein Jubiläum feiern. Mit den bekannten „Hits“ von Ernst Mosch gelang es den Walluftalern, den Saal nochmals richtig mitzureißen. So war es wenig überraschend, dass nach den Schlußworten des ersten Vorsitzenden Johannes Ries sowie der Abschiedspolka „Wenn der Tag zu Ende geht“ die Musiker die Bühne noch nicht verlassen konnten. Gerne spielten sie mit „Aus Böhmen kommt die Musik“ und der Polka „Egerland Heimatland“ noch zwei Zugaben, die begeistert aufgenommen wurden.
Den endgültigen Abschluß bildete der von den Zuhörern mit stehenden Ovationen bedachte Marsch „Alte Kameraden“ Mit diesem letzten musikalischen Höhepunkt beschlossen die Walluftaler einen Nachmittag, der den zahlreichen Blasmusikfreunden als auch den Musikern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Walluftaler als auch ihr Publikum freuen sich bereits auf ein Wiedersehen in zwei Jahren, beim nächsten böhmischen Nachmittag im Kiedricher Bürgerhaus.
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Das Walluftaler Blasorchester kommt aus dem Rheingau (Nähe Wiesbaden). Der musikalische Schwerpunkt des rund 20 Musiker starken Orchesters ist die böhmische Blasmusik. Die Musiker stehen unter der Leitung von Gerhard Schultheis, der in zahlreichen professionellen Blasorchestern als Flügelhornist mitgespielt hat. Seine Erfahrung und Gefühl für böhmische Blasmusik prägen die Musik der Walluftaler. Das Gesangsduo Claudia und Scipper ergänzt die Musik der Musiker in hervorragender Weise und ist ein Garant für gute Stimmung bei den zahlreichen Auftritten des Orchesters im Rheingau, Wiesbaden und Umgebung.
Kontaktadresse: Walluftaler Blasorchester 1921
Tulpenweg 3
65396 Walluf
Ansprechpartner (Presse): Johannes Ries Tel.: 06123/4877
Oliver Hümer Tel.: 06123/794699
Internet: www.walluftaler.de
Email: joharies@aol.com
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