Umfrage zum „Pharmasponsoring“ ist online
(openPR) - Seit wann sich Selbsthilfeorganisationen finanziell durch die Pharmaindustrie unterstützen lassen, ist heute nur noch schwer zu recherchieren. Möglicherweise war es die AIDS-Bewegung, die sich unter großem Handlungsdruck in den 80er Jahren formierte und dabei auch auf die Einwerbung von Mitteln aus der Pharmaindustrie zurückgriff.
Viele Selbsthilfeorganisationen haben heute Richtlinien verabschiedet, die bei der Einwerbung solcher Mittel für die Legitimierung sorgen sollen. In den vergangenen Jahren hat jedoch eine Welle öffentlicher Kritik in Radiobeiträgen, Fernsehberichten und der Presse das Thema aufgegriffen, um auf Interessenkonflikte und Gefahren im Zusammenhang mit dieser Finanzierungsform hinzuweisen. Transparenzmängel und Arbeitsweise in der Selbsthilfe wurden damit auf den Prüfstand gestellt und eine offensive Diskussion um Integrität in Selbstorganisationen begann.
Selbsthilfe hat Imageschäden erlitten und bei genauer Betrachtung zeigen sich globale Muster, die bis in nationale Selbsthilfeorganisationen hinein spürbar werden. Das Problem ist nicht neu. Jedoch haben sich in anderen Ländern bereits seit längerem Alternativen entwickelt, die auch bei uns notwendig sind.
In einigen gesellschaftlichen Bereichen ist eine Sensibilisierung im Zusammenhang mit Interessenkonflikten längst angekommen und beim Engagement gegen Krebserkrankungen spielen ethische Ansätze immer mit. Nicht ohne Grund hat auch das Deutsche Krebsforschungszentrum aktuell seine Einwerbung von Mitteln aus der Tabakindustrie gestoppt.
Mit Breast Cancer Action Germany hat sich im Bereich Brustkrebs eine neue Gruppe von Frauen zusammengeschlossen, die mit ihrem privat finanzierten Low-Budget-Projekt ebenfalls neue Wege sucht. Die Gruppe lehnt sich dabei an die Arbeit von Breast Cancer Action in San Francisco und Montreal an, die durch ihre effektive Arbeit für Frauen mit Brustkrebs bekannt und in Sachen Unabhängigkeit vorbildlich sind. Die BCAction-Gruppen lehnen Finanzierungen im Interessenkonflikt grundsätzlich ab, nicht zuletzt um damit die Objektivität der eigenen Arbeit nicht zu gefährden.
Weitere Informationen zu Breast Cancer Action Germany finden sich auf der Internetseite des Projekts. Sachliche Infos zum Pharmasponsoring werden bereitgestellt. Die Online-Broschüre „Ein anderes Rezept“ von Anne Rochon Ford, die das kanadische Frauengesundheitsnetzwerk koordiniert, steht in deutscher Übersetzung zum Download bereit.
Unter www.bcaction.de ist eine Online-Umfrage zum Pharmasponsoring eingerichtet worden, für die sich die Gruppe eine breite Beteiligung wünscht.
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Breast Cancer Action Germany
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E-Mail: redaktion@bcaction.de
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Unser Thema
Schwerpunkt unserer Arbeit und Fokus unserer Inhalte ist immer das Thema Brustkrebs als häufigster Krebserkrankung von Frauen. Mit unserem Selbsthilfeprojekt „Breast Cancer Action Germany“ schauen wir dabei mit einem komplexeren Ansatz als gewohnt und gerade auch auf gesellschaftliche und strukturelle Bedingungen von Frauen in Gesundheitswirtschaft und Gesellschaft.
Unsere Zielsetzungen:
Wir werden
- unabhängige Wege zur Information erschließen,
- kritischeren Denkansätzen nachgehen,
- Neuerungen, Veränderungen und bestehende Strukturen im Bereich der Brustkrebsmedizin sowie dem dazugehörigen gesellschaftlichen Umfeld und in der Patientinnenvertretung begleiten,
- Erfolgsmeldungen auf ihre Wertigkeit für uns unter die Lupe nehmen,
- den Grad der Patientinnenorientierung in all diesen Bereichen beschreiben,
- die alleinige Fokussierung auf die Primärbehandlung bei Brustkrebs dabei durchbrechen und
- Ursachen und Umweltbedingungen vor dem Hintergrund der steigenden Fallzahlen ebenso betrachten, wie auch die Auswirkungen der Brustmedizin auf die Umwelt,
- die Entwicklung präventiver Ansätze fördern,
- Informationen aus der Perspektive von Frauen unter besonderer Berücksichtigung des anglo-amerikanischen Sprachraums (Kanada, Großbritannien, USA, nur in englischer Sprache verfügbare EU-Publikationen) sowie kritischer Ansätze sortieren und den Zugang verbessern,
- Probleme mit Abhängigkeiten und Interessenkollisionen nicht unberücksichtigt lassen und thematisieren und
- ethisch wichtige Schwerpunkte herausstellen.
Unsere Werkzeuge:
Wir nutzen dafür
- unsere Eigenleistung als Eigenkapital,
- frei zugängliche Informationszugänge qualitätsorientierter unabhängiger Informationsanbieter,
- Vernetzung & Arbeit im Netzwerk, auch über nationale Grenzen hinweg,
- Möglichkeiten des Internet mit multimedialen Möglichkeiten des Web2.0 und
- Creative Commons & Open Access, auch um die Verbindungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft damit zu verändern.
Unsere Grenzen und Abgrenzung zu kommerziellen Angeboten
Insbesondere hin zu kommerziellen und gewinnorientierten Angeboten ver
Breast Cancer Action Germany ist ein kreatives, privat finanziertes Low-Budget-Selbsthilfeprojekt, das grundsätzlich jegliche Finanzierung bei Interessenkonflikten ablehnt und insbesondere keine Pharmagelder annimmt. Lesen Sie dazu unsere Leitlinie, entsprechend der Richtlinie zur Einwerbung von Drittmitteln von Breast Cancer Action (SF).
Weitere ausführliche Informationen: www.bcaction.de
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