Heizölpreise fallen in der 49.Kalenderwoche 2006 um 1,1% gegenüber der Vorwoche
(openPR) - Für die 49.Kalenderwoche 2006 kann folgende konkrete Bewertung für die einzelnen Bereiche vorgenommen werden:
1.Auf Basis aktueller Preisermittlungen des Heizölportals www.brennstoffhandel.de ist der Heizölpreis für eine 3.000 Liter-Partiegröße für Heizöl der Sorte "Standardqualität“ in der 49. Kalenderwoche 2006 gegenüber der Vorwoche um 0,67 €/100 Liter (-1,1%) auf 55,94 €/100 Liter gefallen.
Hauptursache für den Rückgang der Heizölpreise in dieser Woche war:
1. Rückgang des Rohölpreises auf Dollarbasis um 3,7%. Durch den schwächeren Euro gegenüber dem Dollar fiel der Rohölpreis auf Euro-Basis jedoch nur um 2,8%.
Damit lag der aktuelle Heizölpreis für Heizöl der Sorte „Standardqualität“ in dieser Woche um 12,37 €/100 Liter unter dem Höchststand, der in der 35.Kalenderwoche 2005 mit 68,31 €/100 Liter erreicht wurde.
2. Der Rohölpreis für die Nordseesorte Brent fiel gegenüber der Vorwoche um 2,42 USD/Barrel (-3,7%) auf 62,20 USD/Barrel.
Am Ende dieser Woche schloss der Rohölpreis über der Marke von 62,00 USD/Barrel. Folgende Fakten bewegten diese Woche den Rohölmarkt:
1. Rückgang der US-Bestände bei Rohöl und Mitteldestillaten gegenüber der Vorwoche.
2. Weiter milde Temperaturen in den USA und in Europa bezogen auf die Jahreszeit.
3. Es herrscht im Vorfeld der OPEC-Beratung Uneinigkeit unter den OPEC-Mitgliedern hinsichtlich eines Beschlusses einer möglichen weiteren Förderkürzung auf ihrer nächsten Sitzung am 14.Dezember 2006 in Nigeria. Grundlinie könnte sein, dass erst eine Förderkürzung wirksam werden könnte, wenn der Rohölpreis unter 60 USD/Barrel fällt.
Damit lag der aktuelle Rohölpreis der Sorte Brent in dieser Woche mit 15,07 USD/Barrel unter dem bisherigen Allzeithoch, das in der 27.KW 2006 mit 77,27 USD/Barrel erreicht wurde.
3. Das Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar fiel gegenüber der Vorwoche um 0,0123 €/USD (-0,9%) auf 1,3203 €/USD.
Der Euro schloss am Wochenausklang über der Marke von 1,32. Dabei bewegten folgende Themen diese Woche die Finanzmärkte:
1. Beschluss der EZB am Donnerstag die Zinsen um 0,25% auf 3,5% zu erhöhen. Völlig offen ist, in welchen Zeitschritten weitere Zinserhöhungsschritte in 2007 im Euroraum folgen werden. Dadurch hat sich die Zinsdifferenz zum USD weiter verringert, sodass eine Geldanlage in Euro für Anleger immer interessanter wird.
2. Besser als erwartete US-Arbeitsmarkdaten für den November (+132.000 neue Stellen) stützten zum Wochenende den Dollar, sodass weiter von einer „weichen Landung“ der US-Konjunktur ausgegangen werden kann.
Damit lag das aktuelle Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar in dieser Woche um 0,0362 €/USD unter dem Höchststand, das in der 1.Kalenderwoche 2005 mit 1,3565 €/USD erreicht wurde.
4. Die US-Vorräte an Rohöl fielen gegenüber der Vorwoche um 1,1 Mio. Barrel (-0,3%) auf 339,7 Mio. Barrel.
Die Analysten hatten eine Bestandserhöhung um 0,6 Mio. Barrel prognostiziert.
Die US-Vorräte an Rohöl lagen damit in dieser Woche um 5,9 Mio. Barrel über dem Höchststand in 2005, der in der 21.Kalenderwoche mit 333,8 Mio. Barrel erreicht wurde.
5. Die US-Vorräte an Mitteldestillaten (Heizöl und DK) fielen gegenüber der Vorwoche um 0,4 Mio. Barrel (-0,3%) auf 132,4 Mio. Barrel.
Die Analysten hatten eine Bestandsreduzierung um 0,9 Mio. Barrel prognostiziert.
Damit lagen die aktuellen US-Vorräte an Mitteldestillaten in dieser Woche um 2,8 Mio. Barrel unter dem Höchststand in 2005, der in der 34.Kalenderwoche mit 135,2 Mio. Barrel erreicht wurde.
Markteinschätzung für die Entwicklung der Heizölpreise der Sorte „Standardqualität“ zu Beginn der 50. Kalenderwoche 2006:
Auf Grundlage der aktuellen Entwicklung in der 49.Kalenderwoche 2006 gehen wir für den Beginn der neuen Woche von einer Seitwärtsbewegung bei den Heizölpreisen aus.
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