Heizölpreise fallen in der 48.Kalenderwoche 2006 um 2,3% gegenüber der Vorwoche
(openPR) - Für die 48.Kalenderwoche 2006 kann folgende konkrete Bewertung für die einzelnen Bereiche vorgenommen werden:
1.Auf Basis aktueller Preisermittlungen des Heizölportals www.brennstoffhandel.de ist der Heizölpreis für eine 3.000 Liter-Partiegröße für Heizöl der Sorte "Standardqualität“ in der 48. Kalenderwoche 2006 gegenüber der Vorwoche um 1,32 €/100 Liter (+2,4%) auf 56,61 €/100 Liter gestiegen.
Hauptursache für den Anstieg der Heizölpreise in dieser Woche war:
1. Starker Anstieg des Rohölpreises auf Dollarbasis um über 7%. Da die Rohölimporte in Dollar verrechnet werden, konnte dank des starken Euroanstieges gegenüber dem Dollar der Preisauftrieb in der Eurozone bei den Mineralölprodukten um rund 2% abgeschwächt werden.
Damit lag der aktuelle Heizölpreis für Heizöl der Sorte „Standardqualität“ in dieser Woche um 11,70 €/100 Liter unter dem Höchststand, der in der 35.Kalenderwoche 2005 mit 68,31 €/100 Liter erreicht wurde.
2. Der Rohölpreis für die Nordseesorte Brent stieg gegenüber der Vorwoche um 4,59 USD/Barrel (+7,6%) auf 64,62 USD/Barrel.
Am Ende dieser Woche schloss der Rohölpreis über der Marke von 64,00 USD/Barrel. Folgende Fakten bewegten diese Woche den Rohölmarkt:
1. Senkung der US-Bestände bei Rohöl, Benzin und Mitteldestillaten gegenüber der Vorwoche.
2. Der Markt ist weiter verunsichert, wie sich die beschlossene Förderkürzung der OPEC (ab November 2006 Förderkürzung um 1,2 Mio. bpd) auf die Preise auswirken wird. Nach IEA-Schätzungen beläuft sich die tatsächliche Förderkürzung nur auf 0,6 bis 0,9 Mio. bpd. Gleichzeitig wird immer wahrscheinlicher, dass die OPEC auf ihrer nächsten Sitzung am 14.Dezember 2006 in Nigeria eine weitere Förderkürzung um 0,3 Mio. bpd beschließen könnte.
Damit lag der aktuelle Rohölpreis der Sorte Brent in dieser Woche mit 12,65 USD/Barrel unter dem bisherigen Allzeithoch, das in der 27.KW 2006 mit 77,27 USD/Barrel erreicht wurde.
3. Das Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar stieg stark gegenüber der Vorwoche um 0,0236 €/USD (+1,8%) auf 1,3326 €/USD.
Der Euro schloss am Wochenausklang über der Marke von 1,33. Dabei bewegten folgende Themen diese Woche die Finanzmärkte:
1. Ausgewählte Konjunkturdaten in den USA (der Chicagoer Einkaufsmanagerindex fällt im November auf 49,9%; der ISM-Einkaufsmanagerindex fällt im November auf 49,5 Punkte) deuten weiter auf eine Schrumpfung der US-Wirtschaft hin, wobei die Abschwächung deutlicher sein könnte als bisher erwartet. Sollte diese Einschätzung eintreffen, so müsste die Fed zu einer schnelleren Zinssenkung in 2007 kommen.
2. In Auswertung verschiedener EZB-Meinungsäußerungen in dieser Woche kann davon ausgehen werden, dass die EZB am Donnerstag eine weitere Zinserhöhung um 0,25% beschließen wird. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit gewachsen, dass in 2007 - ohne größere Pausen - noch weitere Zinserhöhungsschritte im Euroraum folgen werden. Dadurch wird sich die Zinsdifferenz zum USD weiter verringern, sodass eine Geldanlage in Euro für Anleger immer interessanter wird.
Damit lag das aktuelle Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar in dieser Woche um 0,0239 €/USD unter dem Höchststand, das in der 1.Kalenderwoche 2005 mit 1,3565 €/USD erreicht wurde.
4. Die US-Vorräte an Rohöl fielen gegenüber der Vorwoche um 0,3 Mio. Barrel (-0,1%) auf 340,8 Mio. Barrel.
Die Analysten hatten eine Bestandserhöhung um 0,2 Mio. Barrel prognostiziert.
Die US-Vorräte an Rohöl lagen damit in dieser Woche um 7,0 Mio. Barrel über dem Höchststand in 2005, der in der 21.Kalenderwoche mit 333,8 Mio. Barrel erreicht wurde.
5. Die US-Vorräte an Mitteldestillaten (Heizöl und DK) fielen gegenüber der Vorwoche um 1,0 Mio. Barrel (-0,8%) auf 132,8 Mio. Barrel.
Die Analysten hatten eine Bestandserhöhung um 0,2 Mio. Barrel prognostiziert.
Damit lagen die aktuellen US-Vorräte an Mitteldestillaten in dieser Woche um 2,4 Mio. Barrel unter dem Höchststand in 2005, der in der 34.Kalenderwoche mit 135,2 Mio. Barrel erreicht wurde.
Markteinschätzung für die Entwicklung der Heizölpreise der Sorte „Standardqualität“ zu Beginn der 49. Kalenderwoche 2006:
Auf Grundlage der aktuellen Entwicklung in der 48.Kalenderwoche gehen wir für den Beginn der neuen Woche von steigenden Heizölpreisen aus.
Unter www.brennstoffhandel.de finden Sie weitere aktuelle Informationen und Angebote,wie:
- Tagesaktuelle Heizölpreise nach Regionen
- Aktuelle News zur Entwicklung des Heizölmarktes
- Sie können Ihren Heizölbedarf (auch für Holzpellets,Briketts,Flüssiggas etc.) kostenlos per E-Mail beim Handel in Ihrer Region ausschreiben
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